(ots) - Der ehemalige Berliner SPD-Chef, Walter Momper, hat
scharfe Kritik am derzeitigen SPD-Fraktionschef Raed Saleh geübt.
Momper sagte am Freitag im rbb-inforadio, Saleh sei dafür
verantwortlich, dass nun über Personalfragen in der SPD geredet
werde. Er habe sich um die bevorstehenden Wahl zum Berliner SPD-Chef
selbst ins Gespräch gebracht und damit für Unruhe gesorgt.
"Es ist schon keine gute Art ein paar Wochen vor dem Parteitag,
wenn alle Nominierungen für den Landesvorsitz gelaufen sind, sich auf
einmal selbst ins Spiel zu bringen und zu versuchen, daran etwas zu
ändern. So was muss vorbereitet sein. Da zeigt sich schon, das ist
nicht so doll mit der Führungsfähigkeit."
Generell kritisierte Momper die derzeitige Diskussion über eine
mögliche Nachfolge von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus
Wowereit. Diese finde "zur Unzeit" statt. Denn Berlin habe einen
Regierenden Bürgermeister, und das sei Klaus Wowereit.
Es sei ein "ziemlicher Quatsch", jetzt schon mit Gegenkandidaturen
zu arbeiten, so Momper: "Die, die es mal werden wollen, müssen sich
bewähren und in der Praxis zeigen, dass sie es können und nicht durch
Ankündigungspolitik sich selbst das Wasser abgraben."
Das vollständige Interview zum Nachhören finden Sie hier:
www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201404/25/204013.html
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