(ots) - Für das geplante Deutsche Zentrum für
Kulturgutsverluste sollen mehr als 5 Millionen Euro bereitgestellt
werden. "Wir werden noch in diesem Jahr unsere Bundesanstrengungen
verdoppeln", sagte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters am
Donnerstag im rbb Kulturradio. Da sei sie sich mit dem Finanzminister
einig. Im Moment zahlt der Bund 2,7 Millionen Euro.
Das Zentrum Kulturgutverluste soll in Form einer Stiftung
entstehen. Damit wolle sie einen zentralen Ansprechpartner schaffen,
sagte Grütters. "Unter dieses Dach sollen auch die freiberuflichen
Provenienzforscher, damit eine größtmögliche Unabhängigkeit gegeben
ist - auch derer, die Bestände durchsuchen sollen. Wenn sie
angestellt sind bei Museen haben sie immer Interessen im
Hintergrund", so Grütters.
Auf die Frage, ob bisher die Museen hinsichtlich der
Provenienzforschung versagt hätten, sagte sie im rbb: "Versagen der
Museen und Kulturpolitik würde ich das nicht nennen." Aber es sei
noch nicht genug. "Wir haben noch mehr vor uns, als wir schon
erledigt haben.
Grütters hat ein weiteres Anliegen: "Nicht nur öffentliche Museen,
sondern auch Privatleute sollten ermutigt werden, ihre Besitztümer
begutachten zu lassen."
Am morgigen Freitag trifft sich Monika Grütters mit den
Beauftragten der Länder, um das Zentrum für Kulturgutsverluste
voranzutreiben. Im Herbst soll es laut Grütters losgehen.
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