PresseKat - Westfalenpost: Neues Bundeskabinett

Westfalenpost: Neues Bundeskabinett

ID: 997067

(ots) -

Man kann es mit dem Personal so halten wie mit
dem Koalitionsvertrag: Mangelnden Ehrgeiz, große Lücken und falsche
Schwerpunkte kritisieren - oder hoffen, dass sich Dinge wie Menschen
mit der Zeit entwickeln und sowieso niemand weiß, was kommt. Der
Optimist schaut auf die erfahrenen Kräfte im Finanz-, Außen-, und
Innenministerium, freut sich über interessante Staatssekretäre
(Laumann, Asmussen, Zypries, Bär, Kelber) und sinnvolle Neuordnungen:
Die Ansiedlung der Energie bei der Wirtschaft wird interne Reibereien
verringern, Verbraucherschutz ist bei der Justiz besser aufgehoben
als bei der Landwirtschafts-Lobby. Und für einen Schwerpunkt Internet
wurde es Zeit.

Aber muss den ausgerechnet Alexander
Dobrindt übernehmen? Kraft welcher Fähigkeiten? Was qualifiziert
Barbara Hendricks zur Umweltministerin? Sie ist eine Frau und aus
NRW. Hermann Gröhe und Gesundheit? Er war ein treuer Generalsekretär.
Das genügt. Solche Personalien sind verletzend für Fachpolitiker.
Aber so ist es üblich in der Politik. Generalisten arbeiten sich
ein, im Ministerium wirken genügend Experten.

Schlimmer
wäre es, wenn sich die Parteichefs mehr gedacht hätten. Etwa: Umwelt
wollen wir klein halten, also nehmen wir jemand aus dem Kohleland
NRW, der bislang unbeleckt ist. Oder: Weil wir uns bei Gesundheit
sowieso auf nichts Großes einigen, hat der Minister besser keinen
Plan. Oder: Wer im Innenministerium versagt hat, wird bei den Bauern
Ruhe halten. Nein, so zynisch kann es nicht zugehen. Und Sigmar
Gabriel muss die Energiewende zum Erfolg führen, wenn er jemals
Kanzler werden will. Unter ähnlichem Druck steht die
Verteidigungsministerin. Was dürfen wir erwarten? Wir wissen es
nicht. Es bleibt also Raum für Hoffnung





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion




Telefon: 02331/9174160


Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema: NRW schaut nach Berlin Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner Uni-Rektor Freimuth: Hochschulgesetz gefährdet die Freiheit der Wissenschaft in NRW
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.12.2013 - 20:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 997067
Anzahl Zeichen: 2051

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Neues Bundeskabinett"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost