PresseKat - Westfalenpost: Peking unter Druck

Westfalenpost: Peking unter Druck

ID: 272241

(ots) - Friedensnobelpreis f├╝r Liu Xiaopo

Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung f├╝r einen Mutigen - klar
und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu
Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft
sitzenden chinesischen Dissidenten, ist ein trefflicher Beschluss,
den die internationale ├ľffentlichkeit mit Beifall und Respekt
begr├╝├čt.Wie passgenau dieser Treffer sitzt, beweist die r├╝de wie
somit auch entlarvende Reaktion der chinesischen F├╝hrung. In der Tat
ist die Entscheidung aus Norwegen eine Provokation f├╝r Peking. Sie
ist es umso mehr, da ihre Wirkung wegen der Welt├Âffentlichkeit um
vieles tiefer geht als alle bei Staatsbesuchen vorgebrachten
Menschenrechts-Mahnungen. Deren Beachtung wird ├╝blicherweise und
programmgem├Ą├č in kleinem Rahmen hinter verschlossenen T├╝ren
eingefordert. Von massivem Druck der chinesischen Staatsf├╝hrung auf
das Komitee wird berichtet, Liu auf keinen Fall auszuzeichnen. Sich
diesem Druck des antidemokratischen Wirtschaftsgiganten nicht gebeugt
zu haben, beweist R├╝ckgrat und Unabh├Ąngigkeit. Deshalb sollte
m├Âglichst gro├če Unterst├╝tzung in internationalen Reaktionen die
Entschiedenheit des Komitees zus├Ątzlich best├Ąrken. Der nun
Hochgeehrte sitzt im Gef├Ąngnis, der Freiheit beraubt, f├╝r die er sich
├╝ber Jahre intensiv und unerschrocken eingesetzt hat. Die
kommunistische F├╝hrung wird schon sehr genau ├╝berlegen m├╝ssen, wie
sie mit ihm umgehen soll. Ihn freizulassen, w├Ąre die naheliegendste
Entscheidung, die Peking gro├čen Beifall und Anerkennung bringen
w├╝rde. Doch den damit verbundenen Gesichtsverlust wird man sich nicht
zumuten - schlie├člich w├Ąre das ganze System in Frage gestellt.



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Datum: 08.10.2010 - 19:09 Uhr
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