(ots) - Die Bundesbürger sind bei der Wahl ihrer
bevorzugten Partei derzeit außergewöhnlich stabil. Im
stern-RTL-Wahltrend fällt die Union im Vergleich zur Vorwoche zwar um
1 Punkt auf 41 Prozent. Sie liegt damit aber weiter über der
40-Prozent-Marke, die sie seit der Bundestagswahl im September nicht
unterschritten hat. Zum sechsten Mal in Folge kommt die SPD auf 23
Prozent. Grüne und Linke erhalten wie in der Woche zuvor je 10
Prozent.
Kaum Änderung gibt es auch bei den nicht im Parlament vertretenen
Parteien: Die FDP stagniert bei 4 Prozent. Die AfD erreicht 6
Prozent, 1 Punkt mehr als in der Vorwoche. Insgesamt 6 Prozent der
Wähler wollen erneut für andere kleine Parteien stimmen.
Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, generell würden die
Wähler sich ihr Urteil über lange Zeit hinweg bilden und es erst
ändern, wenn sie von ihrer Partei enttäuscht werden. Das sei im
Augenblick nicht der Fall. Der Meinungsforscher zum stern: "Die SPD
arbeitet ihr Wahlprogramm ab, das ihr im September eine Zustimmung
von 25,7 Prozent bescherte. Die Kanzlerin agiert als vorsichtige
Krisenmanagerin, wie es ihre Wähler von ihr erwarten." Bei früheren
Wahlen dagegen seien oft schnell Verschiebungen messbar gewesen. So
bei der FDP, die wenige Monate nach der Wahl 2009 eingebrochen sei.
Häufig habe auch die SPD nach einer Wahl Sympathien eingebüßt. Der
Forsa-Chef zum stern: "Viele, die ihr aus alter Loyalität die Stimme
gaben, wandten sich ab, als sie wieder die real existierende Partei
sahen."
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 7. bis 11. April 2014
im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2501
repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.
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