Weser-Kurier: Zum Rücktritt von CDU-Schatzmeister Helmut Linssen schreibt der Bremer WESER-KURIER:
(ots) - Auf einmal ging alles ganz schnell: Sah es zunächst
so aus, als könnte CDU-Kassenwart Helmut Linssen den Kopf noch aus
der Schlinge ziehen, machte dann Parteichefin Angela Merkel kurzen
Prozess. Linssen ist an dieser überraschenden Wendung nicht ganz
schuldlos. Mit seinen vagen Angaben zu den bei Briefkastenfirmen
geparkten 400000 Euro hat er sich um Kopf und Kragen geredet. Und
die Sache hat ja auch noch ein besonderes Geschmäckle: 141113
Euro soll Linssen in Luxemburg abgehoben haben - in bar. Manche
Medien erinnerten schon an die CDU-Spendenaffäre um Helmut Kohl: Auch
damals hatte der Skandal mit ominösen Verschiebungen von Bargeld
begonnen. Ist da etwa eine neue Affäre im Anflug? Die Kanzlerin ist
zu clever, um solchen Spekulationen freien Lauf zu lassen. Zudem
vertraut sie ihrem Instinkt für Volkes Stimmung: Der CDU hätte es im
Europa-Wahlkampf massiv schaden können, wenn Linssen nach seinen
Ausflüchten im Amt geblieben wäre. Das Thema Steuerflucht bewegt die
Menschen. Die Opposition hätte im Wahlkampf bei jeder Gelegenheit mit
dem Finger auf den Steuersünder Linssen zeigen können. Auch die SPD
hätte die CDU vorführen können: Seht her, wir haben unseren
Problemfall André Schmitz in Berlin schnell entsorgt. So blieb Merkel
nicht anderes übrig, als die Notbremse zu ziehen.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion(at)Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.02.2014 - 20:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1016679
Anzahl Zeichen: 1612
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Weser-Kurier: Zum Rücktritt von CDU-Schatzmeister Helmut Linssen schreibt der Bremer WESER-KURIER:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
"Aus Seehofers Sicht macht es durchaus Sinn, auf
die populistische Karte zu setzen. Aber es ist erschreckend, wenn der
Ministerpräsident eines großen Bundeslandes dafür ausgerechnet solch
ein sensibles Thema wählt. Seine platten Vereinfach ...
Die Anwälte der Kundus-Hinterbliebenen haben einen
Fonds zur Finanzierung der Klagen gegen die Bundesregierung
eingerichtet. Wie der Bremer Rechtsanwalt Karim Popal dem Bremer
Weser-Kurier (Sonntagsausgabe) sagte, sollen damit die Kostenrisiken
...
Ein Grenzfall der Demokratie
von Joerg Helge Wagner Es ist ein bislang einmaliger Vorgang in
dieser Republik: Über den Fortgang eines verkehrspolitischen
Großprojekts soll in einem Schlichtungsverfahren entschieden werden -
wie bei einer Tari ...