(ots) - "Im großen EU-Casino gehen bald die Lichter aus,
wenn das perverse Spiel der Banken nicht gestoppt wird", kommentiert
Sahra Wagenknecht Spekulationen über eine bevorstehende Verdoppelung
des Eurorettungsschirms. "Der Flaschengeist des maroden
Wirtschaftssystems ist entwichen und auch über aberwitzige Summen
nicht mehr zu bändigen. Das Einzige, was im Euroraum derzeit noch
bestens funktioniert, sind die Profit-Antennen der privaten Banken,
denn ganz offenbar ist zu ihrer Rettung noch jede Summe von den
Regierungen aufzubringen. Kein Wunder, dass über Risikoaufschläge
derzeit großer Reibach gemacht wird. Die Zeche wird ja weiterhin über
die Staatshaushalte und damit über die Steuerzahler gezahlt." Die
wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fährt fort:
"In Europa macht sich panische Hilflosigkeit breit, denn ganz
offensichtlich tritt beständig ein, was niemand für möglich gehalten
hat. Angela Merkel betonte anfänglich noch, der Eurorettungsschirm
werde nie in Anspruch genommen werden. Dann hieß es, die vereinbarte
Summe reiche für alle Eventualitäten dicke aus. Doch nichts von dem
trifft zu, wie die aktuellen Entwicklungen zeigen. Auch die
Neuauflage der Banken-Stresstests wird daran nichts ändern,
schließlich waren die Ergebnisse der letzten ganz offensichtlich
reine Makulatur. Anstatt jedoch endlich die Reißleine zu ziehen, soll
das Spiel in die nächste Runde gehen. Notwendig sind andere Schritte:
die Direktfinanzierung von Krediten durch die EZB, das Verbot
kommerzieller Rating-Agenturen und eine konsequente Entschuldung im
gesamten Euroraum."
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