(ots) - "Ärzte und Patienten geben der Bundesregierung ein
'ungenügend'. Nur zwei Prozent der Ärzte und nur zehn Prozent der
Versicherten gehen davon aus, dass die Finanzen der Gesetzlichen
Krankenversicherung durch die Röslersche Kopfpauschalen-Reform für
längere Zeit gesichert sind", kommentiert Harald Weinberg, Obmann der
Fraktion DIE LINKE im Gesundheitsausschuss den heute erschienenen
MLP-Gesundheitsreport. Weinberg weiter:
"Röslers Gesetz heißt: Gesetz zur nachhaltigen und sozial
ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Weder
Ärzte noch Patienten finden diese Reform nachhaltig. Sie finden sie
auch nicht sozial ausgewogen. Lediglich 19 Prozent der Ärzte und nur
9 Prozent der Versicherten sagen, dass die Lasten gerecht verteilt
wurden. 66 Prozent der Versicherten und 54 Prozent der Ärzte sind der
Auffassung, dass Versicherte und Patienten zu stark belastet werden.
Die Rösler-Reform wurde zwar im Bundestag beschlossen. Jetzt ist
klar: Eine Mehrheit in der Bevölkerung hat sie nicht. Die
schwarz-gelbe Koalition hat gegen den Willen mindestens einer
Dreiviertelmehrheit in der Bevölkerung dieses Gesetz durchgesetzt.
Wer den Willen der Bevölkerung derart mit Füßen tritt, sollte gehen -
am besten, bevor er gegangen wird."
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