(ots) - FDP kritisiert Innenbehörden der Länder wegen
Gefahren durch deutsche Islamisten
Bundesvorstand Dürr für Entzug der Staatsbürgerschaft
Osnabrück.- In der Debatte um militante Islamisten aus
Deutschland hat die FDP die Verfassungsschutzämter von Bund und
Ländern aufgefordert, die Szene genauer zu beobachten. In einem
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte der
Sprecher der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz, Christian Dürr, er
fürchte, den Ämtern seien bei weitem nicht alle konvertierten und
gewaltbereiten Männer aus Deutschland bekannt, die etwa in Syrien in
den Kampf zögen oder aus dem Land zurückkehrten. "In den
Innenministerien und Verfassungsschutzämtern wird das Thema nach
meinem Eindruck nicht überall mit hinreichender Kompetenz verfolgt",
so der Vorsitzende der Liberalen im niedersächsischen Landtag. Dies
gelte auch für die Behörden in Hannover.
Das Bundesvorstands- und Präsidiumsmitglied seiner Partei regte
an, deutschen Kämpfern die Rückreise zu verwehren. "Es ist ein
Desaster, wenn diejenigen, die Massaker verübt haben, gekämpft haben,
wieder nach Deutschland zurückkehren können", sagte Dürr. Daher
stelle sich die Frage, "ob man ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft
entziehen kann". Die Innenminister seien gefordert, diese Möglichkeit
zu prüfen.
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