(ots) - Sozialverband fordert für Langzeitarbeitslose
Rechtsanspruch auf Förderstellen
"Abbau dieses Angebots alarmierend" - Präsident Bauer: Es trifft
Menschen mit geringen Chancen
Osnabrück.- Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat den Abbau
von Förderstellen für Langzeitarbeitslose als alarmierend bezeichnet.
In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag)
äußerte Präsident Adolf Bauer "große Sorge", weil öffentlich
geförderte Beschäftigungsverhältnisse seit 2010 um mehr als die
Hälfte reduziert worden seien. Nötig wäre ein deutliches Plus bei
diesen sozialversicherungspflichtigen Förderstellen. Ein
rechtsverbindlicher Anspruch auf eine öffentlich geförderte
Beschäftigung wäre der richtige Schritt, um den Betroffenen zu
helfen. "Es trifft Menschen, die es besonders schwer haben und kaum
eine Aussicht auf einen Job im ersten Arbeitsmarkt", betonte der
Präsident. Während vor vier Jahren noch mehr als 350.000
Langzeitarbeitslose mit sogenannten Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit oder
ähnlichen Förderstellen auf eine neue Beschäftigung vorbereitet
wurden, waren es zur Jahresmitte 2014 nur noch 136.000. Das zeigt die
Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen,
über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet hatte.
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