Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst zur Digitalen Agenda der Bundesregierung
(ots) - Manchmal sind die kleinen Worte verräterisch. "Was
noch vor kurzem Zukunftsvision war, ist heute in Deutschland
alltäglich", heißt es in der Agenda der Bundesregierung über die
digitale Welt. "Vor kurzem" - genau, das klingt nach Neuland. Jenes
von Angela Merkel etwas missverständlich benutzte Wort über das
Internet-Zeitalter. Dabei ist die Kanzlerin in Sachen Handy und Netz
fitter als die meisten ihrer früheren und aktuellen
Kabinettsmitglieder. Diesem Umstand ist es auch geschuldet, dass
diese Agenda viele, viele Jahre zu spät kommt. Sie liest sich wie ein
Masterplan zur Aufholjagd: Ende der WLAN-Haftung, Stärkung des
Urheberrechts, Breitbandausbau, Hilfe für Start-up-Unternehmen, und,
und, und. Tatsächlich wird manches nur angerissen, bleibt abstrakt.
Und manchmal hat die Autoren gänzlich der Mut verlassen. So hätte man
in der Passage zur Bildung doch liebend gern etwas zum Einsatz von
Laptop und Internet in den Schulen gelesen - aber das fällt ja in die
Länderhoheit. Und doch, bei aller Kritik, dieser Katalog macht Sinn.
Erstmals sind die zahlreichen Baustellen im IT-Bereich benannt, jetzt
müssen Zug um Zug die Lösungen folgen. Es ist schon genug Zeit
verplempert worden. Neuland war gestern.
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Datum: 01.08.2014 - 20:49 Uhr
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