(ots) - Kreise wie Verden und Rotenburg gehören im Spiel
"Wer entkommt der Trasse?" noch zu den glücklichen. Denn sie haben
eine Chance, die ungeliebten Überlandleitungen zu vermeiden, obwohl
die ursprüngliche Planung sie als Überspannungsgebiet vorgesehen hat.
Es gibt offenbar im nördlichen Teil des Suedlink-Korridors eine
Alternative, die den Kriterien für die Trassenplanung, nämlich
"möglichst kurz und gestreckt" eher entspricht als die zunächst
geplante Linie. Zudem haben Rotenburg und Verden einen
Bundestagsabgeordneten im Boot, der genau diesen Umstand auf
kürzestem Dienstweg in Berlin offensiv kommuniziert. Es erweist sich
dabei, dass der Netzbetreiber Tennet offenbar in einem Akt
vorauseilenden Gehorsams Truppenübungsplätze aus seinen Planungen
ausnimmt, obwohl die Bundeswehr das nicht verlangt. Dies könnte ein
Baustein für den erfolgreichen Versuch Verdens und Rotenburgs sein,
der Trasse zu entkommen. Solche Erfolge dürften allerdings die
Ausnahme bleiben. Da in einem hoch industrialisierten Land unter den
Bedingungen der Energiewende regionale Stromproduktion nicht
ausreichen kann, muss die Energie überregional verteilt werden.
Irgendwo muss die Stromtrasse liegen, sonst ist kein Saft auf der
Dose.
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