(ots) - Was ein Konsortium von Wissenschaftlern unter dem
Titel "Bildung in Deutschland 2014" am kommenden Freitag vorlegen
wird, ist eine schallende Ohrfeige für die handelnden Personen in
Wirtschaft und Politik. Denn die Fachleute erklären das Problem des
Lehrstellenmangels zu einem hausgemachten. Mehr als 50.000
Lehrstellen fehlten 2013 in deutschen Unternehmen - da klingt deren
Klagelied über einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern reichlich
dissonant. Mit etwa 500.000 Azubi-Neuzugängen wurde der tiefste Stand
seit 20 Jahren erreicht. Nur noch gut jeder fünfte Betrieb in
Deutschland nimmt die Mühen der Ausbildung überhaupt noch auf sich.
Doch wer nicht beizeiten in qualifizierten Nachwuchs zu investieren
bereit ist, riskiert - gerade angesichts der demografischen
Entwicklung - perspektivisch das Wohlergehen des gesamten
Gemeinwesens. In Deutschlands Unternehmen muss schnellstens umgedacht
werden, ansonsten könnte uns mittelfristig eine ähnlich katastrophale
Jugendarbeitslosigkeit drohen, wie sie in weiten Teilen Europas
bereits vorherrscht. Und auch die Politik sollte die Warnung der
Wissenschaft schleunigst ernst nehmen. Denn was nutzen die
ambitioniertesten Förderprogramme, wenn sie sich nicht auf dem
Ausbildungsmarkt bemerkbar machen...
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