(ots) - Pharma-Unternehmen haben in Deutschland ein
wachsendes Glaubwürdigkeitsproblem. Die neuen Vorwürfe, die die
Autoren des Arzneimittel-Reports 2014 erheben, verschärfen dieses
leider noch. Statt den Patienten bestmögliche Heilungschancen durch
gut erforschte und erschwingliche Medikamente zu bieten, haben die
Hersteller den Aussagen der Barmer GEK zufolge vor allem die
Gewinnmaximierung im Sinn. Doch tatsächlich sind die
Arzneimittel-Hersteller nur ein Teil des Problems. Denn letztendlich
sind es die Ärzte, die entscheiden, welches Medikament sie
verschreiben. Und ihnen sollte der Patient dahingehend vertrauen
können, dass sie über den medizinischen Forschungsstand Bescheid
wissen und auf mögliche Gefahren hinweisen. Nur allzu oft kommen
Ärzte, ebenfalls aus wirtschaftlichem Interesse, dieser
Aufklärungspflicht nicht nach. Das neue Patientenrechtegesetz, das
2013 in Kraft trat, gibt den Behandelten mehr Möglichkeiten, sich
gegen Fehler im Gesundheitssystem zu wehren. Wenn der Patient aber
schon von schweren Nebenwirkungen betroffen ist, weil an der
langfristigen Erforschung seines Medikaments gespart wurde, hilft ihm
das auch nicht viel. Ärzte und Arzneimittelhersteller sollten dies
darum von vornherein zu verhindern wissen.
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