(ots) - Die Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) hat
mit Zustimmung auf die Gauck-Rede zur Integration reagiert, aber auch
Konsequenzen gefordert. Der Bundespräsident "hat eine sehr
versöhnliche und selbstkritische Rede gehalten", sagte Gökay
Sofuoglu, der Co-Vorsitzende der TGD der Stuttgarter Zeitung
(Freitagausgabe). Besonders der Appell an ein neues "Wir-Gefühl" sei
ein gutes Zeichen. Allerdings müsse diese neue Gemeinsamkeit auch
praktische Konsequenzen haben - etwa durch die Besetzung von
Spitzenpositionen mit Zuwanderern.
Migranten sollten "auch mehr in Spitzenämter kommen, die nicht auf
Integrationsthemen festgelegt sind", meint Sofuoglu. Er zeigte
Verständnis, dass Gauck die christlichen Traditionen in Deutschland
hervorhob, verlangte aber auch die anderen Religionen stärker zu
berücksichtigen. Auch die muslimischen Feste sollten in Kindergärten
gefeiert werden. Kreuze in öffentlichen Räumen lehnt die TGD aber ab:
"Auch Ungläubige und Andersgläubige sollen sich bei uns heimisch und
zu den Ämtern und Institutionen zugehörig fühlen. Religiöse Symbole
können auf manche abschreckend wirken. Sie sollten daher dort keinen
Platz haben, weder in Schulen noch in anderen staatlichen Gebäuden."
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