(ots) - Der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß,
hat vor dem Wahlparteitag der Sozialdemokraten am Sonnabend im
Neuköllner Estrel-Hotel seinen Führungsanspruch untermauert. "Es ist
klar, dass die Berliner SPD ein strategisches Zentrum bilden muss, um
sich auf die Wahlauseinandersetzung für 2016 vorzubereiten", erklärte
Stöß in der Berliner Tageszeitung "neues deutschland"
(Freitagausgabe). Nach den Personalstreitigkeiten der vergangenen
Monate gehe es nun darum, "wieder gemeinsam Tore zu schießen",
betonte der amtierende Landeschef in Anspielung auf die wochenlangen
Mutmaßungen zu einer möglichen Gegenkandidatur seines Konkurrenten,
des SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh, auf dem Landesparteitag. Es
sei ein gutes Zeichen, dass die SPD schnell wieder "zu einer
geschlossenen Mannschaftsaufstellung" gefunden habe und einstimmig
ein Personaltableau verabreden konnte, sagte Stöß.
Er kündigte an, dass er auf dem Landesparteitag einen Vorschlag
unterbreiten werde, wie ein organisatorischer Prozess in Gang zu
setzen sei, um möglichst alle Mitglieder an der Erarbeitung des
Wahlprogramms zu beteiligen. Dazu soll auch ein Dialog mit der
Stadtgesellschaft geführt werden. Inhaltlich will der SPD-Landeschef
die Themen Arbeit, Bildung und Wohnen in den Mittelpunkt stellen. Als
Wahlziel gab Stöß aus, dass die SPD 2016 wieder stärkste Kraft wird.
In Umfragen liegen die regierenden Sozialdemokraten zur Zeit weit
abgeschlagen hinter ihrem Koalitionspartner von der CDU.
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