(ots) - FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms kann sich
offenbar vor Zuwendungen für seine Partei kaum retten. In einem
Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) räumt
das Mitglied der neuen FDP-Führung zwar weiterhin "einen finanziellen
Konsolidierungsbedarf" ein, sagt aber zugleich: "Wir sind auch dabei
auf einem sehr guten Weg. Bei meinen Gesprächen gehe ich selten nur
mit einer Tasse Kaffee nach Hause." Die Liberalen hätten "das
enttäuschende Ergebnis der Bundestagswahl überwunden, haben die erste
Phase der Konsolidierung hinter uns und sind wieder im Aufstieg".
Verantwortlich dafür sei die neue Führung unter Christian Lindner.
Entscheidend sei, so Solms vor Beginn des FDP-Bundesparteitages in
Dresden, "dass wir das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen,
indem wir uns wieder inhaltlich auf die Kernthemen der liberalen
Philosophie konzentrieren. Das heißt, soziale Marktwirtschaft, Schutz
der Bürgerrechte und ein faires und gerechtes Bildungssystem".
Der AfD attestierte Solms Erfolgsaussichten bei der Europawahl.
"Die AfD tummelt sich am rechten Rand und versucht, extreme
Proteststimmen von links und rechts zu sammeln. Das wird ihr bei der
Europawahl bis zu einem gewissen Maß gelingen." Außer Eurokritik habe
sie aber keine Botschaft und werde sich bundespolitisch daher nicht
auf Dauer durchsetzen.
Die FDP habe in der Vergangenheit ihre "Anhänger enttäuscht, weil
wir die Erwartungen, die wir vor der Wahl geweckt haben, nicht
hinreichend in der Koalition erfüllen konnten", räumte Solms ein.
Aber jetzt blickten die Liberalen nicht mehr zurück, "sondern
konzentrieren uns darauf, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen",
betont Solms. "Das braucht einen langen Atem. Ziel ist und bleibt die
Rückkehr in den Bundestag bei der Wahl 2017."
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