(ots) - Schlimmer gehts nimmer? Weit gefehlt. Der seit rund
einem Jahr amtierende Chef der irrsten Baustelle Deutschlands hat
bewiesen, dass man auch nach den unzähligen Pannen und Skandalen, die
das Flughafenprojekt BER schon mit sich brachte, immer noch einen
draufsetzen kann. Neueste Hiobsbotschaft für den Steuerzahler: Der
Pannen-Airport wird noch einmal rund eine Milliarde Euro teurer als
geplant. Statt zwei Milliarden betragen die Kosten inzwischen 5,4
Milliarden Euro. Tendenz: weiter rapide steigend. Freilich, vieles
haben die ahnungslosen Politiker im Aufsichtsrat der
Flughafen-Gesellschaft verbockt, die in dem Kontrollgremium seit
Jahren alles Mögliche tun, aber gewiss nichts vernünftig kontrolliert
haben. Umso verwunderlicher ist es daher, dass Mehdorn den im
Unternehmen ohnehin spärlich gesäten Sachverstand inzwischen vollends
verbannt hat. Statt mit dem unbequemen Technik-Chef Horst Amann
zusammenzuarbeiten, mobbte er ihn einfach weg. Vorangekommen ist das
Chaosprojekt Hauptstadtflughafen seither aber nicht - ganz im
Gegenteil. Statt Fortschritte zu erzielen, verzettelte der knurrige
BER-Manager sich mit unsinnigen Plänen für einen Testbetrieb, die er
letztlich wieder aufgeben musste. Wertvolle Zeit blieb ungenutzt, die
eigentlichen Probleme ungelöst. Mehdorns Amtszeit ist bislang vor
allen Dingen eines: verlorene Zeit.
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