Weser-Kurier: Zum erneuten Datenklau schreibt Silke Hellwig im "Weser-Kurier" (Bremen) vom 5. April 2014:
(ots) - Wieder sind Millionen von Daten geklaut worden. Das
ist erschreckend, überraschend ist es nicht. Zum einen gibt es viel
zu holen. Zum anderen muss jedem spätestens nach der NSA-Affäre klar
geworden sein, was das Internet ist: Wundertüte und Moloch zugleich.
Kurioserweise zeigt die aufgeklärte Gesellschaft hier schizophrene
Züge; nie war es so wichtig, unabhängig zu sein und die Kontrolle
über sich und sein Leben zu behalten. Im Internet wird sie freiwillig
und teilweise in einem Maß aufgegeben, das verstörend ist. Das ist
der Fluch der digitalen Revolution: Das Internet gewährt eine nie
dagewesene Unabhängigkeit von Zeit und Raum, tatsächlich ist die
Abhängigkeit grenzenlos. Wie viele Nutzer wissen wirklich, was wo und
wie mit ihren Daten geschieht? Auf Treu und Glauben liefern sie sich
Unbekannten aus, die ihre Seiten als sicher deklarieren. Es ist noch
immer gut gegangen, und dabei wird es in den allermeisten Fällen
vermutlich auch bleiben. Undenkbar ist, auf digitale Fortschritte zu
verzichten. Denkbar ist, der elektronischen Freizügigkeit bewusst
Grenzen zu setzen, jeder für sich. Wer Vertrauliches im Netz
verhandelt, muss damit rechnen, dass es womöglich nicht vertraulich
bleibt. Frechheit? Ja, und wie! Aber wer das Risiko eingeht, sollte
sich nicht allzu laut beschweren.
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Datum: 04.04.2014 - 21:19 Uhr
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