(ots) - Ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl sind die
Deutschen in ihrer Zustimmung zu den Parteien weiter erstaunlich
stabil. Im stern-RTL-Wahltrend verliert die Union zwar im Vergleich
zur Vorwoche 1 Punkt, bleibt mit 41 Prozent jedoch weiter stark. Für
die SPD wollen sich zum dritten Mal in Folge 23 Prozent der Wähler
entscheiden. Die Linke liegt unverändert bei 10 Prozent. Die Grünen
klettern um 1 Punkt auf 10 Prozent. 16 Prozent der Wähler wollen für
nicht im Parlament vertretene Parteien stimmen: 5 Prozent für die
AfD, 4 Prozent für die FDP und 7 Prozent für sonstige kleinere
Parteien.
Die AfD, die gerade mit ihrem turbulenten Europaparteitag in
Erfurt für Schlagzeilen sorgte, stellt nach Ansicht von Forsa-Chef
Manfred Güllner keine Gefahr für die Union dar. Die konservativen
Kritiker innerhalb der Union seien meist kirchlich gebunden und
europafreundlich. Die Wähler der AfD dagegen seien überwiegend
konfessionslos und hingen gern Verschwörungstheorien an - nach dem
Motto: "Der Euro ist an allem schuld". Der Meinungsforscher zum
stern: "Die AfD ist nur ein Sammelbecken für Unzufriedene am rechten
Rand. Ihr Potenzial liegt hauptsächlich bei Nichtwählern sowie
Wählern sonstiger, vor allem rechtsradikaler Parteien."
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 17. bis 21. März 2014
im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502
repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.
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