(ots) - Wer sich Sorgen über die Zukunft macht, leistet
Vorsorge. Das ist vernünftig, die Erfahrung lehrt, dass es schlimm
kommen kann - etwa wenn man im Alter pflegebedürftig wird und sich
nicht die Betreuung leisten kann, die man sich wünscht. Die
Gesellschaft altert, die gesetzlichen Versicherungen sind dem nicht
mehr gewachsen. Wenn der Staat private Vorsorge auch noch fördert,
reiben sich die Versicherungsgesellschaften die Hände: Nach der
Riester-Rente ist der "Pflege-Bahr" für sie ein Glücksfall.
Umstritten ist hingegen, ob oder in welchem Umfang das auch für die
Versicherten gilt. Wer soll seriös sagen können, wie sich das
Gesundheitswesen in den nächsten Jahrzehnten entwickelt? Mit
ziemlicher Gewissheit kann man sagen, dass die Leistungen nicht
billiger werden. Schon gar nicht, wenn das Pflegepersonal eines Tages
tatsächlich so bezahlt werden sollte, wie es seine psychisch und
physisch aufreibende Tätigkeit verdient. Tatsache ist auch, dass
private Zusatzvorsorge nicht schaden kann. Knausern sollte man sicher
nicht gerade da, wo es darum geht, sich eines Tages Zuwendung, Pflege
und auch Zeit erkaufen zu müssen. Insofern ist - so altmodisch das
auch immer sein mag - eine intakte, liebevolle Familie immer noch die
beste private Pflegeversicherung.
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