Weser-Kurier: Zu Söders Finanzierungsvorstoß zum Länderfinanzausgleich schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 11. Februar 2014:
(ots) - Markus Söder, CSU-Finanzminister in Bayern, war
sich nie für Maximalpositionen zu schade, sofern sie ihm Schlagzeilen
sichern. Söder setzte sich für den Erhalt des TV-Sandmännchens ein,
fand Gefallen an einem Burka-Verbot und wollte Griechenland aus der
Euro-Zone ausschließen. Es heißt, er sei stiller geworden, aber
gelegentlich bläst er noch ganz gern die Backen auf: Er will die
Bayern beim Länderfinanzausgleich dramatisch entlasten, die ganze
Nation beim Solizuschlag. Das hört der Steuerzahler gerne - vor allem
der in Bayern. Zumal, wenn Söder vergisst zu erwähnen, dass Bayern
von 1950 bis 1986 selbst Nehmerland war und von anderen Ländern
mitfinanziert wurde, auch von Bremen. Und doch hat Söder recht: Das
gesamte Verteilungssystem zwischen Bund und Ländern ist ungerecht.
Wer sollte das besser wissen als Stadtstaaten wie Bremen, die leiden,
weil die Lohnsteuer am Wohnort erhoben wird und nicht am
Arbeitsplatz? Jedoch einfach Geld (vor allem bayerisches) aus dem
System zu nehmen, wie Söder es vorschlägt, mag für Bayern ideal sein,
für andere Länder wäre es katastrophal. Mit der Grundidee -
bundesweit für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen - hätte der
Ausgleich nicht mehr viel zu tun. Aber die Griechen haben ja auch
noch den Euro.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion(at)Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.02.2014 - 21:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1017479
Anzahl Zeichen: 1566
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Weser-Kurier: Zu Söders Finanzierungsvorstoß zum Länderfinanzausgleich schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 11. Februar 2014:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
"Aus Seehofers Sicht macht es durchaus Sinn, auf
die populistische Karte zu setzen. Aber es ist erschreckend, wenn der
Ministerpräsident eines großen Bundeslandes dafür ausgerechnet solch
ein sensibles Thema wählt. Seine platten Vereinfach ...
Die Anwälte der Kundus-Hinterbliebenen haben einen
Fonds zur Finanzierung der Klagen gegen die Bundesregierung
eingerichtet. Wie der Bremer Rechtsanwalt Karim Popal dem Bremer
Weser-Kurier (Sonntagsausgabe) sagte, sollen damit die Kostenrisiken
...
Ein Grenzfall der Demokratie
von Joerg Helge Wagner Es ist ein bislang einmaliger Vorgang in
dieser Republik: Über den Fortgang eines verkehrspolitischen
Großprojekts soll in einem Schlichtungsverfahren entschieden werden -
wie bei einer Tari ...