(ots) -
Zu Beginn der Kabinettsklausur im Schloss Meseberg protestierten
heute der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das
Kampagnennetzwerk Campact gegen die Pläne von Energieminister Gabriel
(SPD) für eine Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Eine
Person mit Gabriel-Maske sägte an einem drei Meter hohen Windrad,
während Bürger für einen zügigen und dezentralen Ausbau der
Erneuerbaren demonstrierten.
"Gabriels Pläne für ein neues EEG sind ein Frontalangriff auf die
Energiewende - und dürfen deshalb in Meseberg nicht vom Kabinett
beschlossen werden. Gabriel will ausgerechnet den Ausbau der
Windenergie an Land ausbremsen, obwohl sie die kostengünstigste
erneuerbare Energie ist", sagte Christoph Bautz von Campact. "Wenn
Gabriel wirklich die Kosten der Energiewende senken will, so muss er
die Befreiung für energieintensive Betriebe massiv abbauen und
Kohlekraftwerke für ihre wahren gesellschaftlichen Kosten zahlen
lassen."
Daniela Setton, BUND-Energieexpertin, kritisiert: "Die Umsetzung
der Gabriel-Pläne würde insbesondere die Investitionen der
Bürgerinnen und Bürger in erneuerbare Energie-Anlagen abwürgen. Unter
dem Deckmantel der Kostenreduktion wird mit diesem Reformvorschlag
einer zentralen Energieversorgung in den Händen weniger Investoren
Vorschub geleistet." Die EEG-Eckpunkte müssten dringend nachgebessert
werden. Nur mit einer dezentralen Energiegewinnung könne Deutschland
kostengünstig und flächendeckend mit Strom aus erneuerbaren Energien
versorgt werden." Der Umgang mit dem Gabriel-Papier wird ein erster
Lackmustest, wie ernst es die Große Koalition mit dem
industriepolitischen Großprojekt Energiewende wirklich meint", so
Setton.
Pressekontakt:
Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, bautz(at)campact.de, mobil
0163 - 595 75 93
Daniela Setton, BUND-Energieexpertin, mobil 0170/160 66 58,
daniela.setton(at)bund.net