(ots) - Vom offen ausgetragenen Streit zwischen den
Regierungsparteien CDU, CSU und SPD um Zuwanderung, Mindestlohn,
Vorratsdatenspeicherung oder um die Finanzierung der Rentenpläne
können die Oppositionsparteien bislang kaum profitieren. Im
wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend kommt die Linke wie in den Wochen
zuvor auf 10 Prozent. Unverändert 10 Prozent der Wähler wollen den
Grünen ihre Stimme geben. Auch den nicht im Parlament vertretenen
Parteien FDP und AfD beschert der Koalitionszank keinen Zulauf: Beide
stagnieren bei 5 Prozent.
Die Union dagegen büßt zum zweiten Mal in Folge 1 Punkt ein, sie
fällt auf 40 Prozent. Für die SPD würden sich erneut 23 Prozent der
Wähler entscheiden. Auf sonstige kleine Parteien entfallen 7 Prozent
(plus 1).
Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem Magazin stern, für die Linke
sei es relativ leicht, ihre Rolle als stärkste Oppositionskraft zu
finden: Sie müsse einfach nur strammlinke Standpunkte vertreten, dann
sei ihre Kernwählerschaft - Verlierer der Einheit im Osten, Altlinke
im Westen - zufrieden. Die Grünen hätten es schwerer. Der
Meinungsforscher zum stern: "Sie haben sich seit ihrer Gründung auf
die Themen Umwelt, Frieden und Frauen konzentriert. Jetzt müssen sie
das Themenspektrum einer Volkspartei abdecken, laufen damit aber
Gefahr, ihre eigentliche Klientel - eine grüne Wertegemeinschaft - zu
vergraulen."
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 6. bis 10. Januar 2014
im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2503
repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.
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