(ots) - Der Kölner Uni-Rektor Axel Freimuth wirft der
Landesregierung vor, die Freiheit der Wissenschaft in NRW zu
gefährden. Falls das neue Hochschulgesetz so wie geplant
verabschiedet werde, könne das NRW-Wissenschaftsministerium in
Zukunft "aufgrund von politischen Vorstellungen" in die Forschung
eingreifen, sagte Freimuth in einem vom "Kölner Stadt-Anzeiger"
moderierten Streitgespräch mit Wissenschaftsministerin Svenja Schulze
(SPD) (Dienstagsausgabe). Freimuth, der auch stellvertretender
Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz ist, befürchtet, dass das
Land den Unis bald eine bestimmte Fächerstruktur vorgeben könne.
Wissenschaftsministerin Schulze betonte, das neue Gesetz sorge für
mehr Transparenz bei der Verwendung von Steuergeldern und schaffe
mehr Mitbestimmungsrechte für Studenten. Die Autonomie der Unis
bleibe aber erhalten. Allerdings decke sich die Summe der
Eigeninteressen der Hochschulen "nicht automatisch mit dem
gesellschaftlich Notwendigen. Es gibt Fragestellungen, die auf
Landesebene geklärt werden müssen", sagte die SPD-Politikerin. Als
Beispiel nannte sie die Lehrerausbildung.
Schulze hatte den Entwurf für das Hochschulzukunftsgesetz im
November vorgestellt. Das Gesetz soll dem Land wieder mehr Kontrolle
über die Fachhochschulen und Universitäten geben - vor allem in den
Bereichen Haushalt und Personal.
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