(ots) - Zuweilen bremst die Geschichte die Gegenwart heftig
aus. Diesmal holen sich gut und gerne 160 Jahre Bergbaugeschichte die
angemessene Aufmerksamkeit: Die Schufterei im Grubenfeld "Vereinigte
Hoffnung et Secretarius Aak" der Zeche Victoria Mathias anno 1840 hat
im Jahr 2013 ein beachtliches Chaos im Bahnverkehr ausgelöst.
Tagesbrüche sind beinahe schon an der Tagesordnung im Ruhrgebiet.
Wenn aber die Lebensadern der Mobilitätsgesellschaft betroffen sind,
dann wird die politische Grubenlampe ersetzt durch ein Flutlicht.
Unsere Bergbauvergangenheit ist nun wahrlich kein Geheimnis. Man muss
deshalb die Frage stellen, wie lange die Verantwortlichen noch
wegsehen wollen. Will sagen: Wer schaut eigentlich den
Rechtsnachfolgern des Bergbaus namens RWE und Eon auf die Finger, was
die Sanierung der Hinterlassenschaften angeht? Der Blick allein auf
den Steinkohleförderer RAG reicht nicht. RWE hat die Verantwortung
für 1900 Schächte und Stollen, Eon für 5500. Die wollen saniert sein,
was Milliarden kostet. Das kann aber kein Grund sein, die Augen zu
verschließen. Irgendwann bahnt sich die Geschichte ihren Weg nach
oben.
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