WAZ: Wenn Arbeiten Spaß macht. Kommentar von Wilhelm Klümper
(ots) - Unser Leben ist zuweilen auf seltsame Weise
portioniert. So trennen viele Menschen ihr Leben radikal zwischen
Arbeits- und Freizeit. Arbeit gilt als fremdbestimmt, während erst
nach Feierabend das eigentlich Menschliche ausgelebt werden kann. So
mancher Dienst nach Vorschrift schiebende Mitarbeiter zeigt in seiner
Freizeit, was alles in ihm schlummert. Da wird im Chor gesungen,
Nachbarschaftshilfe geleistet. Viele Arbeitsverhältnisse sind
offenbar so fremdbestimmt organisiert, dass der Mensch sich erst nach
der Arbeit so richtig als Mensch fühlt. Demnach ist es folgerichtig,
dass oft erst mit der Rente die wahre Befreiung von der alltäglichen
Mühsal der Arbeit winkt. All diejenigen wird Wolfgang Clement mit
seiner Forderung, das Renteneintrittsalter bis zum 80. Lebensjahr
hochzuschrauben, verärgert haben. Natürlich ist es Quatsch, einen
Dachdecker noch im hohen Alter auf dem Dachfirst balancieren zu
lassen. Dennoch stößt Clement angesichts einer immer älter werdenden
Gesellschaft eine wichtige Debatte an. Fitte Alte, denen ihre Arbeit
Freude macht, sollten auch so lange arbeiten dürfen, wie sie möchten.
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Datum: 16.08.2012 - 20:01 Uhr
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