Westfalenpost: Kommentar zu Muttertag / Blumen und Sonntagsreden reichen nicht am Muttertag / Von Susanne Schlenga
(ots) - Blumen wird es geben, etwas Selbstgebasteltes,
Betreuungsgeld vielleicht, Rente (später) wahrscheinlich wenig. Am
Sonntag ist Muttertag und viele Frauen, Mütter und Großmütter, werden
sich freuen, dass die Kinder an sie denken. In die Schar derer, die
ein Loblied auf die Mütter singen, reihen sich auch gerne Politiker
und Funktionäre ein. Die malen dann ein leuchtendes Bild davon, wie
wichtig die Arbeit der Mütter in dieser Gesellschaft doch ist. In der
Kindererziehung, in der Pflege, in all den ehrenamtlichen Diensten,
die Mütter oft neben Job und Familie auch noch übernehmen. Doch
Dankbarkeit für einen Tag, das reicht nicht. Es geht nicht um Geld -
zumindest nicht um Bares, das auf dem Konto derer landet, die die
Erziehungsleistung tragen. Nicht Betreuungsgeld, nicht Gehalt für
Mütter löst die Probleme. Es geht darum, die veränderten Ansprüche
auf Seiten der Menschen - der Frauen, aber auch der Wirtschaft und
der Gesellschaft (Stichwort: demografischer Wandel) politisch zu
berücksichtigen. Man kann noch lange ideologisch debattieren, ob
Frauen Kinder und Karriere - oder aus anderer Perspektive: Kinder und
lebensnotwendige Arbeit - miteinander verbinden sollen oder nicht.
Die Realität wird uns dazu zwingen, beides zu ermöglichen. Wir
brauchen die Frauen als Fachkräfte und wir brauchen Kinder. Einmal
Blumen und Sonntagsreden brauchen wir nicht.
Pressekontakt:
Westfalenpost Hagen
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.05.2012 - 18:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 637142
Anzahl Zeichen: 1637
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Westfalenpost: Kommentar zu Muttertag / Blumen und Sonntagsreden reichen nicht am Muttertag / Von Susanne Schlenga"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im NRW-Landtag,
Gerhard Papke, hat eine Begrenzung der Zuwanderung auf Fachkräfte
gefordert. "Deutschland braucht ausgewählte qualifizierte Zuwanderer,
aber keine weitere Zuwanderung in die Sozialsysteme" ...
Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo
Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar
und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu
Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft
sitzenden ch ...
Tests mit überlangen Lkw
Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im
Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich
ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer
frisch geteer ...