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Nielsen: Freundlicher Start ins Werbejahr
DGAP-Media / 17.04.2012 / 07:50
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Nielsen: Freundlicher Start ins Werbejahr
- PKW-Branche löst Handelsunternehmen als werbestÀrkste Branche ab
- Internetwerbung erzielt höchste Zuwachsraten
- Impulse durch FuĂball-EM und Olympiade zu erwarten
Hamburg / Frankfurt am Main, 17. April 2012. Der Bruttowerbemarkt in
Deutschland ist laut Nielsen, dem weltweit fĂŒhrenden Anbieter von
Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von
Verbrauchern, im ersten Quartal 2012 um 3,3 Prozent auf knapp sechs
Milliarden Euro gewachsen. Nach einem verhaltenen Start im Januar (0,8
Prozent) trug vor allem der Februar mit einem Plus von fĂŒnf Prozent zum
Wachstum bei. Bereinigt um den Sondereffekt des 29. Februar bleibt fĂŒr den
Monat unter dem Strich eine respektable Wachstumsrate von 4,8 Prozent. Auch
im MĂ€rz lag der Werbemarkt mit 3,9 Prozent Wachstum signifikantĂŒber dem
Quartalsdurchschnitt. Neben dem Anfang April bevorstehenden Osterfest - das
im Jahr 2011 erst zwei Wochen spĂ€ter stattfand als 2012 - fĂŒhrten im
Februar und insbesondere im MĂ€rz Etatsteigerungen im zweistelligen
Millionenbereich bei den Unternehmen Unilever (insbesondere fĂŒr die
Körperpflegemarken Dove und Axe), der Telekom sowie bei McDonalds zu einer
spĂŒrbaren Belebung. 'Dieser freundliche Start ins Werbejahr lĂ€sst auf
weiteren Schwung in den kommenden Monaten hoffen', kommentiert Ludger
Wibbelt, Managing Director Watch DACH, den Auftakt des Werbejahres.
Werbetrend nach Branchen
Die PKW-Branche löste die Handelsorganisationen als werbestÀrkste Branche
ab. Sie steigerte ihren Werbedruck um gut 29 Millionen Euro auf rund 402
Millionen Euro. Zwei Drittel des Zuwachses steuerte das
Automobilunternehmen Audi bei, das seine Werbeausgaben im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum auf rund 30 Millionen Euro erhöhte und damit nahezu
verdoppelte. Insbesondere Spendings fĂŒr den Kleinwagen Audi A1 sowie den
Kombi A4 Avant fungierten als Taktgeber im Werbeetat des Unternehmens.
Deutliche Steigerungen ihres Etats nahmen zudem die Unternehmen Hyundai und
Honda vor. Dennoch waren die PKW-bezogenen Werbeetats von Volkswagen und
Daimler in Höhe von 48 bzw. 32 Millionen Euro die gröĂten im betrachteten
Zeitraum. Der französische Hersteller Peugeot legte bei seinen
Werbeausgaben dagegen den RĂŒckwĂ€rtsgang ein: die Ausgaben wurden um mehr
als die HĂ€lfte bzw. fast 13 Millionen Euro zurĂŒckgefahren - die stĂ€rkste
Reduzierung unter den PKW-Herstellern im aktuellen Quartal.
Den höchsten absoluten Zuwachs des Werbedrucks mit einem Plus von 48
Millionen Euro verzeichneten einmal mehr die Online-Dienstleistungen.
Google als werbestĂ€rkstes Unternehmen der Branche stockte seinen Etat fĂŒr
das Quartal um 5,2 Prozent auf rund 15,7 Millionen Euro auf. EineÀhnliche
absolute GröĂenordnung erreichte das Hotelbuchungsportal Trivago, das
seinen Etat um mehr als 10 Millionen Euro erhöhte. Einen weiteren
deutlichen Zuwachs gab es bei Videoportalen und Lieferdiensten.
Die Handelsorganisationen reduzierten ihren Werbedruck um rund 30 Prozent
auf 340 Millionen Euro. Besonders die ZurĂŒckhaltung der
Media-Saturn-Holding, die ihren Werbedruck im Vergleich zum
Vorjahresquartal halbierte und damit auf einen Schlag rund 55 Millionen
Euro einsparte, schlug auf die Gesamtbilanz durch. Zum Start ihres
Onlineshops mit Beginn des Jahres 2012 setzten die technischen KaufhÀuser
anders als in frĂŒheren Jahren verstĂ€rkt auf Internetwerbung, wĂ€hrend die
PrÀsenz im TV deutlich reduziert wurde. Auch Aldi, Edeka und Netto nahmen
ihre Spendings insgesamt im zweistelligen Millionenbereich zurĂŒck. Penny
indessen baute den Werbedruck - gegen den Branchentrend - am deutlichsten
aus. Perspektivisch rechnet Wibbelt damit, dass die Handelsunternehmen ab
dem zweiten Quartal 2012 wieder verstĂ€rkt in WerbemaĂnahmen investieren
werden: 'Sportliche GroĂereignisse wie die FuĂball-Weltmeisterschaft und
die Olympischen Spiele werden sich die HĂ€ndler als Promotionanlass nicht
entgehen lassen, zumal sich das anhaltend hohe Niveau der
Verbraucherstimmung in Deutschland auch positiv auf die Konsumbereitschaft
der Verbraucher auswirkt.'
Sollten die Verbraucher ihre Kauflust nicht unter anderem auf
TelekommunikationsgerÀte - vulgo: Handies und Smartphones - richten, könnte
man mangelnde WerbeaktivitĂ€ten nicht dafĂŒr verantwortlich machen: Auch
diese Branche baute ihre Etats um einen zweistelligen Millionenbetrag auf
fast 40 Millionen Euro aus. FĂŒr gut ein Viertel dieses Werbedrucks zeichnet
dabei alleine Apple mit dem iPhone verantwortlich, gefolgt von Samsung und
Nokia. Weitere 5,6 Millionen Euro investierte Apple in die Werbung fĂŒr das
iPad.
Werbetrend der Mediengattungen
Der Werbetrend der Mediengattungen verlief im ersten Quartal 2012 eindeutig
zu Lasten der Printmedien. Sie gehörten zu den Verlierern unter den
Mediengattungen und bĂŒĂten insgesamt rund 82 Millionen Euro an Werbegeldern
ein. Dabei kamen die Fachzeitschriften noch am besten davon: Sie mussten
sich im Schnitt mit einer roten Null (-0,8 Prozent) zufrieden geben. HĂ€rter
traf es Publikumszeitschriften (-3,7 Prozent) sowie Zeitungen (-3,8
Prozent). Die Medien im Bereich Out of Home* mussten mit einem RĂŒckgang von
insgesamt 4,2 Prozent die höchste Verlustrate verbuchen.
Die höchste Zuwachsrate unter den Above-the-line-Medien erzielte die
Internetwerbung** mit einem Plus von 14,6 Prozent bzw. 78 Millionen Euro.
'Vom Wachstum der Internetwerbung profitieren dank ihrer
Onlinepublikationen auch Printmedienverlage, so dass deren Werbebilanz
insgesamt besser aussehen dĂŒrfte als die Entwicklung im Printbereich
zunÀchst vermuten lÀsst', so Wibbelt. Auf absoluter Basis verzeichnete nur
das Fernsehen einen höheren Zuwachs von 184 Millionen Euro, und auch bei
relativer Betrachtung bleibt fĂŒr die Fernsehwerbung einĂŒberproportionales
Plus von 7,7 Prozent. Knapp 22 Millionen Euro (6,6 Prozent) mehr als im
Vorjahreszeitraum flossen in die Radiowerbung. Die Kinowerbung konnte eine
Zuwachsrate von 4,3 Prozent verbuchen.
Anmerkung: Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck
wieder, den die Werbungtreibenden auf ihren Produkten und Services beim
Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lÀsst sich detailliert
ablesen, welche Mediastrategie die Werbungtreibenden verfolgen. Der
Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen, monetÀren
GeldflĂŒsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen
naturgemĂ€Ăvon der Marktmacht des Werbungtreibenden bzw. der Agentur sowie
der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen
GeldflĂŒsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nichtöffentlich
bekannt gegeben.
ErlÀuterung: Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle WerbetrÀger
inkl. der natĂŒrlichen AbgĂ€nge/Einstellungen oder Launches auf dem
Medienmarkt. Aktive Titel-Aufnahmen durch Nielsen bei bestehenden
WerbetrÀgern sowie aktive Einstellungen der werbestatistischen Erfassung
bei Weiterbestehen der WerbetrÀger auf dem Markt werden aus dem bereinigten
Trend ausgeschlossen.
* Die Medienklasse Out of Home wurde mit Wirkung ab Januar 2012 neu
strukturiert und damit den aktuellen Gegebenheiten dieses Mediensegments
angepasst. Ab sofort weist Nielsen unter den so genannten
Above-the-line-Medien die Medienklasse Out of Home mit den Mediengruppen
Plakat, Transport Media und At-Retail-Media aus; zugleich werden die
digitalen Out of Home-Medien aus dem Werbeumfeld Transport Media in die
Nielsen Mediensystematik aufgenommen und in die Mediengruppe Transport
Media integriert.
** Nielsen hat in Zusammenarbeit mit der Unit Marktzahlen des
Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)
e.V., weiteren Online Marktteilnehmern und dem Nielsen Kundenkreis Anfang
2012 eine neue Bewertungskonvention fĂŒr ein Teilsegment des
Online-Display-Werbemarktes verabschiedet. Im Zuge dieser neuen
Bewertungskonvention wird die Meldung performancebasierter Kampagnen an die
tatsÀchliche Marktentwicklung und -realitÀt angepasst. Vorteil der neuen
Bewertungskonvention ist zudem, dass eine homogene Bruttomeldung sÀmtlicher
Online-Display-Werbeinvestitionen gewĂ€hrleistet ist.Ăber Nielsen
Nielsen Holdings N.V. (NYSE: NLSN) ist ein globales Informations- und
Medienunternehmen mit fĂŒhrenden Marktpositionen in den Bereichen Marketing-
und Verbraucherinformationen, Erhebung von Mediadaten in TV, Online, Mobile
und anderen Medien, Fachmessen sowie weiteren verwandten Bereichen. Das
Unternehmen ist in mehr als 100 LÀndern prÀsent mit Hauptsitzen in New
York, USA und Diemen, Niederlande. Weitere Informationen finden Sie im
Internet unter www.nielsen.com sowie zu Deutschland unter
www.nielsen.com/de.
Medienkontakt:
Marie-Luise Sebralla
Manager Media Relations&PR DACH
The Nielsen Company (Germany) GmbH
Insterburger Str. 16
D-60487 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0) 69 / 7938-630
E-Mail: marie-luise.sebralla(at)nielsen.com
Ende der Pressemitteilung
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17.04.2012 Veröffentlichung einer Pressemitteilung,ĂŒbermittelt durch
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