PresseKat - Vorsicht beim Spesen abrechnen

Vorsicht beim Spesen abrechnen

ID: 338902

(ots) - Bei Spesen abrechnen sind Mauscheleien oder Fehler
immer noch ein h├Ąufiger Grund f├╝r eine K├╝ndigung, sagt das
Expertenportal www.vnr.de . Mal werde das Privatfahrzeug auf
Firmenkosten betankt, der private Restaurantbesuch ├╝ber die Firma
abgerechnet oder die Abwesenheitszeit aufgerundet. Arbeitgeber und
Arbeitnehmer sollten klare Regelungen vereinbaren, da auch Fehler des
Arbeitgebers eine ausgesprochene K├╝ndigung unwirksam machen k├Ânnen.

Das musste ein Arbeitgeber vom Arbeitsgericht Cottbus erfahren. Er
hatte einem Mitarbeiter eine K├╝ndigung ausgesprochen, weil dieser
├╝ber Jahre bei seinen Spesenabrechnungen die Abwesenheitszeiten f├╝r
die Au├čer-Haus-Besuche munter auf die n├Ąchste halbe bzw. volle Stunde
aufgerundet hatte. Dadurch machte er h├Âhere Spesen geltend. Seine
fristlose K├╝ndigung wurde aber zu seinem Erstaunen vom Arbeitsgericht
verworfen (Az.: 7 Ca 868/09). Das Gericht kassierte die K├╝ndigung vor
allem deshalb, weil der Chef die Spesenabrechnungen immer
abgezeichnet hatte. Nach Ansicht des Gerichts durfte der Mitarbeiter
daher davon ausgehen, dass die Abrechnungen inhaltlich gepr├╝ft und
gebilligt waren. Mit anderen Worten: Er durfte annehmen, dass der
Arbeitgeber die Spesenabrechnung so f├╝r richtig hielt. Vor diesem
Hintergrund h├Ątte der Arbeitgeber den Mitarbeiter erst auf den Fehler
in den Abrechnungen aufmerksam machen und eine Stellungnahme zur
Spesenabrechnung verlangen m├╝ssen. Oder er h├Ątte das Verfahren zur
Erstattung von Spesen ├Ąndern m├╝ssen. Vorher war eine K├╝ndigung nicht
m├Âglich.

Die Experten des Internetportals vnr.de empfehlen, klare
Richtlinien zur Abrechnung von Spesen zu schaffen, am besten
schriftlich. Diese sollten vom Mitarbeiter unterzeichnet werden.
Dabei sollten Sie genau formulieren, welche "Spielregeln" bei der
Abrechnung von Spesen einzuhalten sind. Sonst best├╝nde die Gefahr,




dass eine K├╝ndigung wegen Fehlern bei Spesenabrechnungen vom Gericht
nicht anerkannt wird.

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Datum: 31.01.2011 - 15:19 Uhr
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