(ots) - Blöde Anmachen, frauenfeindliche Sprüche sind die
»harmlosen« Varianten. Häusliche Gewalt, Zwangsprostitution und
Massenvergewaltigungen sind die vernichtenden Formen: Mädchen und
Frauen machen überall auf der Welt - unabhängig von Alter und
sozialer Schicht - Erfahrungen mit männlichem Dominanzverhalten. Sie
werden zurückgedrängt, mundtot gemacht und im schlimmsten Fall wird
ihnen Gewalt angetan. Angesichts männlicher Aggression fühlen sich
Frauen oft unterlegen und wehren sich nicht. Frauen muss der Rücken
gestärkt werden. Das hat die UN mit ihrer bis 2015 angelegten
Kampagne »Vereint zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen« erkannt.
Und daran arbeiten zahlreiche Hilfsorganisationen mit Frauenhäusern,
Hotlines und Selbstverteidigungskursen. Die Organisation LARA
beispielsweise kämpft in Bosnien-Herzegowina gegen Frauenhandel und
Zwangsprostitution. Immer die Vision von gebildeten, finanziell
unabhängigen und vor Gewalt geschützten Frauen vor Augen. Doch LARA
und andere Hilfsorganisationen kämpfen noch an einer zweiten Front.
Ihnen werden die Mittel gekürzt. Die Geschäftsführerin der
bundesweiten Frauenhauskoordinierung beispielsweise beklagt
Personalmangel aufgrund fehlender Finanzierung. Eine Aufstockung der
Mittel, obwohl nötig, wird meist abgelehnt. Völlig unverständlich -
gerade hier wäre doch jeder Euro gut investiert: Ohne Frauen geht es
schließlich nicht.
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