(ots) -
Zwischen 3,7 und 7,7 Prozent der Hochschulbudgets steuerten die
Studenten 2008 in den sieben Bundesländern bei, die seinerzeit
Gebühren für das Erststudium erhoben hatten. Insgesamt kamen so an
den staatlichen Hochschulen 815 Millionen Euro zusammen. Den höchsten
Anteil an Studien-, Prüfungs- und Rückmeldegebühren erzielten dabei
die Universitäten und Fachhochschulen in Hamburg, den niedrigsten
diejenigen in Hessen, das die Campus-Maut inzwischen wieder
abgeschafft hat. Auch die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen
plant, den Studenten den Obolus wieder zu erlassen - und ist dabei
schlecht beraten.
Denn Umfragen des Hochschul-Informations-Systems zeigen, dass die
Abgabe für das Studium zu einem besseren Lehrangebot führt. So sind
Studenten in Bundesländern, die Gebühren für das Erststudium erheben,
in der Regel zufriedener mit den Studienbedingungen als Kommilitonen
in Nicht-Gebührenländern. Vor allem die Qualität der Betreuung durch
Professoren und Dozenten wird recht unterschiedlich beurteilt: In den
Bundesländern, die eine Campus-Maut erheben, freuten sich 21 Prozent
der Befragten 2008 über eine bessere Betreuung; in den gebührenfreien
Ländern waren es lediglich 13 Prozent. Auch die Veränderungen bei der
sachlich-räumlichen Einrichtung sowie bei den Teilnehmerzahlen in den
Seminaren und Vorlesungen werden in Ländern mit Studiengebühren
positiver beurteilt als in solchen, wo keine verlangt werden.
Pressekontakt:
Gesprächspartnerin im IW:
Christiane Konegen-Grenier, Telefon 0221 4981-721
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