PresseKat - Westfalenpost: Ungleiche Unterstützung Von Monika Willer

Westfalenpost: Ungleiche Unterstützung

Von Monika Willer

ID: 1197701

(ots) - Ein Flop ist das Betreuungsgeld nicht, wie anfangs
von den Gegnern vorhergesagt. Aber es ist auch kein Erfolgsmodell.
Fast 400 000 Familien haben den Zuschuss beantragt, mit dem der
Staat Eltern unterstützt, die ihr Kind nicht in eine Kita geben. Über
90 Prozent der Antragsteller sind Frauen, die damit vorerst auf den
Wiedereinstieg in den Beruf verzichten. Diese Tatsache beschreibt den
Kern des Konflikts, über den das Bundesverfassungsgericht urteilen
muss. Verstößt die "Herdprämie" gegen die verfassungsmäßige
Gleichstellung von Mann und Frau?

Vermutlich tut sie das. Doch das ist nur ein Aspekt der Kritik an
dem umstrittenen Gesetz. Denn es nutzen ja nicht nur Mütter
Betreuungsgeld, die sich liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern. Viele
Familien wollen die 150 Euro abgreifen, deren Kinder von einem
Kitabesuch mehr profitieren würden. Vor allem aber macht das
Betreuungsgeld die 1,6 Millionen Alleinerziehenden wieder einmal zu
den Verlierern der Familienpolitik. Diese können zum Beispiel kein
Ehegattensplitting geltend machen. Umgekehrt bleiben im
Betreuungsgeld-Etat rund 100 Millionen Euro jährlich mangels
Nachfrage übrig. Unabhängig von der Karlsruher Entscheidung sollten
damit unbedingt jene Mütter und Väter entlastet werden, die es sich
gar nicht leisten können, über "Herdprämien" nachzudenken.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Annäherung zwischen USA und Kuba
Der Anfang ist gemacht
Dirk Hautkapp Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Hillary Clinton
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.04.2015 - 21:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1197701
Anzahl Zeichen: 1600

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Ungleiche Unterstützung

Von Monika Willer
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost