PresseKat - Westfalenpost: Wilfried Goebels zu Zusatzleistungen beim Arzt

Westfalenpost: Wilfried Goebels zu Zusatzleistungen beim Arzt

ID: 1165473

(ots) - Über den Sinn und Unsinn der Igel-Zusatzangebote von
Ärzten streiten Mediziner und Krankenkassen. Klar ist: Notwendige
Behandlungen gehören zum Leistungskatalog der Kassen, für den Kauf
von Igel-Leistungen gibt es also keinen akuten Bedarf. Trotzdem
wächst der Markt für Untersuchungen, die der Patient aus der eigenen
Tasche bezahlen muss. Auch Arztpraxen sind Unternehmen - da spielen
bei der Spritze fürs Knie oder den Stoßwellen beim Tennisarm neben
medizinischen nicht selten auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle.
Natürlich gibt es sinnvolle individuelle Zusatzleistungen: Das
umfasst nicht nur die Impfung vor der Fernreise oder die Ausstellung
eines Sportattests. Wenn sich Patienten aber vom Arzt zum Kauf von
Zusatzleistungen gedrängt fühlen, kommt nicht nur bei
Verbraucherschützern der Verdacht der "Abzocke" auf. Jährlich werden
bundesweit mehr als 1,5 Milliarden Euro für geschätzte 350
Igel-Sonderleistungen umgesetzt. Gesundheitsministerin Steffens sorgt
sich zu Recht um das Arzt-Patienten-Verhältnis, wenn der vertraute
Mediziner zum Verkäufer wird. Was ist nützlich, was wirtschaftlich?
Auch Krankenkassen wollen schließlich Kosten sparen - da bleibt dem
Patienten oft nur der mühsame Weg, sich selbst zu informieren, ob das
"Igeln" mehr Nutzen als Schaden bringt. Dass Studien häufig zu keinem
eindeutigen Ergebnis führen, macht die Suche nicht leichter.
Patientenschützer empfehlen, bei Angeboten bis zur Prüfung den Igel
in der Tasche zu lassen. Ärzte sollten ihre Patienten zudem auch dann
aufklären, wenn der absehbare Nutzen der Behandlung gering ist.
Schließlich ist Vertrauen das wertvollste Gut des Mediziners.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Badische Neueste Nachrichten: zu Wehrbeauftragter
Kommentar von Martin Ferber Westfalenpost: Andreas Thiemann zur Auschwitz-Rede des Bundespräsidenten
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.01.2015 - 22:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1165473
Anzahl Zeichen: 1934

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Wilfried Goebels zu Zusatzleistungen beim Arzt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost