(ots) - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt
hat rasche gesetzliche Maßnahmen zur Angleichung der
Bruttostundenlöhne von Männern und Frauen gefordert. "Wir brauchen
ein Entgeltgleichheitsgesetz, denn ein Lohngefälle bei gleicher
Arbeit ist in unserer Gesellschaft auch nicht mehr akzeptabel, aber
leider noch Realität", sagte Göring-Eckardt der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Sie warf der
Bundesregierung Untätigkeit in der Gleichstellungspolitik vor.
"Gleichstellung hat bei dieser Bundesregierung offensichtlich keine
Priorität, nur im Schneckentempo geht es voran", kritisierte die
Grünen-Politikerin. Das Statistische Bundesamt hat festgestellt, dass
Frauen auch 2013 im Schnitt 22 Prozent weniger verdient haben als
Männer. Die Grünen hatten bereits im März einen entsprechenden
Gesetzesantrag in den Bundestag eingebraucht, den die Koalition
ablehnte. Nach den Plänen der Grünen sollen Betriebe verpflichtet
werden, Entgeltregelungen mit Hilfe von Arbeitsbewertungssystemen zu
überprüfen. Wird so eine Diskriminierung festgestellt, soll sie in
einer festgelegten Zeit beseitigt werden müssen. Auch die Koalition
plant ein Entgeltgleichstellungsgesetz, hat dieses jedoch bisher
nicht konkretisiert. Göring-Eckardt forderte zudem ein neues
Investitionsprogramm des Bundes für mehr Kitas. "Es sind deutlich
mehr und bessere Kita-Plätze nötig, damit die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf flächendeckend gelingen kann. Es fehlt ein
Investitionsprogramm des Bundes", sagte Göring-Eckardt.
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