(ots) - Wer glaubte, mit der jüngsten Gesetzesreform kehre
Ruhe ein im Dauerkonflikt um die Kita-Finanzierung, weiß es nun
besser. Spätestens wenn der Kindergartenbetrieb überall nach den
Ferien einsetzt, wird auch der politische Streit ums Geld wieder
heißlaufen. Es mag ungewöhnlich sein, dass ihn ausgerechnet die
regierende SPD befeuert. Sie ahnt wohl, dass sie ihm nicht ausweichen
kann. Flexible Öffnungszeiten, mehr Sprachförderung, zusätzliche
Küchenhilfen und Millionen für Kitas in sozialen Brennpunkten - die
Ansprüche werden auch künftig wachsen. Sie spiegeln ein modernes
Familienbild und sind so berechtigt wie Klagen der
Kindergarten-Träger über unterbezahlte Erzieherinnen. Es ist nicht
hinnehmbar, wenn ihre engagierte Arbeit mit den Kleinsten nicht
ausreichend gewürdigt wird. Zu lange wurde frühkindliche Betreuung in
NRW vernachlässigt. Das hat sich geändert. Unbestreitbare Erfolge
würden konterkariert, wenn Einrichtungen geschlossen werden müssten.
Das zu verhindern hat Vorrang vor dem Ziel der beitragsfreien Kita.
Darüber kann man immer noch reden, wenn wieder mehr Geld in der Kasse
ist.
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