(ots) - Zu den antisemitischen Ausschreitungen am Rande
pro-palästinensischer Demonstrationen in verschiedenen deutschen
Städten erklärt der stellvertretende Sprecher der Alternative für
Deutschland, Alexander Gauland:
"Diese Vorfälle sind beschämend - gleichgültig, ob sie von
Deutschen oder Palästinensern ausgehen. Man kann sich mit guten
Gründen gegen die Besatzungs- und Siedlungspolitik der Israelis
aussprechen und auch dagegen protestieren. Aber man darf niemals
Menschen, die nur ihren jüdischen Glauben leben, für die staatliche
Politik eines anderen Landes verantwortlich machen. Israel ist zwar
ein jüdischer Staat, aber nicht alle unsere jüdischen Mitbürger in
Deutschland sind deshalb ein Teil von ihm.
Im Übrigen sind staatliche Maßnahmen niemals dem Einzelnen
zuzurechnen. Gerade wir Deutschen sind nach 1945 froh gewesen, dass
uns keine kollektive Schuld zugeschoben wurde. Umso mehr müssen wir
die kollektive Verantwortung für das Geschehen im Gazastreifen, die
unseren jüdischen Mitbürgern aufgeladen wird, zurückweisen.
Wieder einmal zeigt sich, dass multikulturelle Träume an der
Wirklichkeit zerschellen, wenn der Hass stärker ist, als die
integrierenden Tendenzen der aufnehmenden Gesellschaft. Es ist unser
aller Pflicht, diesem Hass entgegenzutreten und klar zwischen
erlaubtem Protest gegen Israel einerseits und menschenfeindlichem
Antisemitismus andererseits zu unterscheiden. Letzterem darf kein
Platz in unserer Gesellschaft eingeräumt werden."
Pressekontakt:
Christian Lüth
Pressesprecher der Alternative für Deutschland
Email: Christian.lueth(at)alternativefuer.de