(ots) - Mit einem Reingewinn von höchstens 1,5 Millionen
Euro rechnet der DFB für den Fall, dass die Mannschaft von Joachim
Löw in Brasilien den Titel gewinnt. DFB-Schatzmeister Reinhard
Grindel sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe):
"Sicher in der Gewinnzone sind wir erst mit Erreichen des
Halbfinales." Den Gewinn würde der DFB, der international größte
Fußballverband, in seine derzeit laufende Amateurfußballkampagne
investieren. "Wirtschaftlich betrachtet würden sich DFB und
Ligaverband einen eventuellen Gewinn teilen, der im Fall des
WM-Titels bei höchstens drei Millionen Euro liegen würde", betonte
Grindel, der seit vergangenem Jahr als Schatzmeister amtiert. Aber
ein WM-Turnier würde sich immer lohnen, "weil die Aufmerksamkeit auf
die WM viele Kinder und Jugendliche motiviert, ihren Idolen
nachzueifern und in die Vereine zu gehen, um wettbewerbsmäßig Fußball
zu spielen." Mit Blick auf die hohen Kosten für die Teilnahme am
Turnier in Brasilien sagte der DFB-Schatzmeister: "Dieses Turnier ist
nicht das teuerste, weil wir uns überall 'Goldrandlösungen' leisten,
sondern weil in diesem großen südamerikanischen Land die
Logistikkosten extrem hoch sind." Das gelte auch für Transfer- und
Hotelkosten. Im Übrigen sei es der Anspruch des DFB, "dass wir
unserer A-Mannschaft die besten Rahmenbedingungen bieten, um
optimalen sportlichen Erfolg erzielen zu können." Grundsätzlich lebe
der DFB jedoch seit Jahren Nachhaltigkeit vor. Grindel erinnerte an
das seit 1986 laufende Projekt der Mexikohilfe und an Projekte in
Südafrika oder in der Ukraine. "Überall, wo wir Fußball gespielt
haben, wollen wir den Menschen vor Ort etwas hinterlassen, das ihnen
dauerhaft nutzt." In Brasilien fördere der DFB deshalb über die
Weltmeisterschaft hinaus insgesamt 15 teils ganz unterschiedliche
Projekte.
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