(ots) - Der Deutsche Fußball-Bund hat von der FIFA-Spitze
dringend Neuverhandlungen über die Verteilung der TV- und
Sponsorengelder verlangt. Zugleich beklagt DFB-Schatzmeister Reinhard
Grindel in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung"
(Mittwoch-Ausgabe) fehlende Transparenz, mangelnde
Diskussionsoffenheit und unzureichende Reformen als Ergebnis des
Wirkens im von Josef Blatter geleiteten Weltverband. "Finanzielle
Entscheidungen der FIFA müssen in Zukunft unter Einbeziehung der
großen nationalen Verbände viel breiter diskutiert werden als
bisher", fordert Grindel. Die FIFA-Finanzkommission sollte personell
erweitert werden, um so mehr Transparenz zu schaffen. Er sei sich
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach völlig einig, "wenn er die Frage
aufgeworfen hat, ob eine FIFA-Reform ohne personellen Wechsel an der
Spitze überhaupt vorstellbar ist". Der Schatzmeister verwies darauf,
dass es "alle im DFB" begrüßt hätten, "wenn Sepp Blatter den Weg für
einen Generationswechsel freigemacht hätte". Nur so könnte "eine neue
Dynamik im Reformprozess der FIFA entstehen". Als Schatzmeister des
international größten Fußballverbandes belaste ihn, "dass die FIFA
von den stark gestiegenen Einnahmen aus TV- und Sponsorengeldern nur
einen Bruchteil an die teilnehmenden Nationen ausschüttet". Das
dürfe nicht so bleiben. "Jede Nation muss durch die Teilnahme am
WM-Turnier finanzielle Spielräume erhalten, um die Talent- und
Nachwuchsförderung weiter zu verbessern", verlangt Grindel. Dafür
werde er sich nach der WM bei der FIFA einsetzen. Grundsätzlich
"brauchen wir in der FIFA Reformen, die für Transparenz und Offenheit
sorgen".
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