WAZ: Stalking wird zu selten bestraft. Kommentar von Dietmar Seher
(ots) - Sich Mitmenschen aufzudrängen, ohne dass diese das
wollen - es ist wohl ein unausrottbares, alltägliches Ärgernis.
Mitmenschen so zu verfolgen, dass diese psychische und körperliche
Schäden erleiden - das ist eine Straftat. 2007 hat die
Bundesregierung das eingesehen. Seither ist Stalking mit Haft
bedroht. Die Zahl der mutmaßlichen Fälle bewegt sich in
bemerkenswertem Umfang. Es ist ein Delikt, das häufig in
gescheiterten Beziehungen auftaucht. Mit Ruhm bekleckert hat sich der
Bundestag aber nicht. Denn nicht das Stalken wird bestraft, sondern
erst das Stalken, das nachweislich einen Schaden angerichtet hat. Was
viel zu oft viel zu schwer zu belegen ist. Der Paragraf 238 ist ein
Rohrkrepierer. Er täuscht Handlungsmöglichkeiten der Justiz vor, wo
diese gar nicht handeln kann. Das schadet den Opfern. Aber auch dem
Ansehen der Strafverfolger.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.06.2014 - 19:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1069996
Anzahl Zeichen: 1118
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Stalking wird zu selten bestraft. Kommentar von Dietmar Seher"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...