(ots) - Fast eineinhalb Jahre hat Robert Harting für die
Sportlotterie gekämpft, jetzt ist dem Diskuswurf-Olympiasieger der
wohl größte Wurf seiner Karriere gelungen. Denn die neue
Soziallotterie hat das Potenzial, den Spitzensport in Deutschland in
neue Dimensionen vorstoßen zu lassen. Oder besser gesagt:die einst so
verwöhnte Nation bei Olympischen Spielen wieder in die Erfolgsspur
zurückzuführen. Ob letztlich 100 Millionen Euro pro Jahr in den
Spitzensport fließen, muss sich erst noch zeigen. Doch schon jeder
Euro bringt Athleten in den Randsportarten, die tief im Schatten des
Fußballs stehen, voran. Es droht auch kein Kannibalisierungseffekt,
spricht die Sportlotterie doch eine ganz andere, eine jüngere
Zielgruppe an als die Glücksspirale. Das einzig Traurige an der
Entscheidung für die Sportlotterie ist letztlich:Es wurde viel Zeit,
viel zu viel, verschenkt. Vor allem der Deutsche Olympische Sportbund
gab ein unrühmliches Bild ab, legte Harting und seinen Mitstreitern
unnötig Steine in den Weg. Und mutmaßlich nur allein deshalb, weil
die Verantwortlichen um Präsident Alfons Hörmann selbst über die
Verteilung der Mittel bestimmen und ihrerseits glänzen wollten. Dabei
warten viel größere Herausforderungen:Politik, Verbände und die
Wirtschaft müssen grundlegend die Weichen für eine intensivere
Förderung des Spitzensports hierzulande stellen, bessere
Voraussetzungen für die duale Karriere schaffen, mehr
Lehrer-Trainer-Stellen an Schulen installieren. Nur so werden
langfristig Erfolge erzielt. Nur so kann der Spitzensport auch die
breite Masse gewinnen. Die Sportlotterie ist dafür ein gelungener
Anfang.
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