(ots) - Zuerst kamen die Container, dann die
Flüchtlinge. Seit letztem Oktober wohnen rund 120 Menschen in
Baucontainern auf dem Parkplatz der Berufsschule in Nürtingen. Nicht
zur Freude aller Anwohner. "betrifft: Das Containerdorf" zeigt am 11.
Juni um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen wie die Kleinstadt mit der
Flüchtlingswelle umgeht. Autorin Susanne Babila war vor Ort, hat mit
Anwohnern, Helfern und den Flüchtlingen selbst gesprochen.
"Wir sind von den Ereignissen überrollt worden", klagen Anwohner
der Nürtinger Kanalstraße. Menschen aus dem Irak, aus Syrien,
Nigeria, Kamerun, Serbien und Mazedonien teilen sich in den
Baucontainern wenige Quadratmeter zum Essen, Schlafen und Leben. Kaum
ein Nürtinger möchte das Flüchtlingselend vor der eigenen Haustür
haben. Ärger macht sich breit: Die Stellflächen für die Autos der
Berufsschüler sind weggefallen, jetzt parken diese vor den Häusern
der Anwohner. In den Briefkästen landen Flugblätter von Neonazis, die
sich gegen die "Asylflut" richten.
Es gibt aber auch Solidarität mit den Flüchtlingen. Ehrenamtliche
wie Waltraud Schmid begleiten sie zum Arzt oder machen sie mit dem
Verkehrsnetz vertraut. Waltraud Schmid war nach dem Zweiten Weltkrieg
selbst ein Flüchtlingskind und kennt die Not. Doch an manchen Tagen
fühlt sie sich überfordert und von Stadt und Land allein gelassen.
"betrifft" geht der Frage nach, was sich für die Flüchtlinge und
Anwohner in den vergangenen Monaten verändert hat.
"betrifft: Das Containerdorf - Wie eine Kleinstadt mit der
Flüchtlingswelle lebt" am Mittwoch, 11. Juni 2014, um 20.15 Uhr im
SWR Fernsehen
Akkreditierte Journalisten können den Film vorab im
SWR-Presseportal ansehen unter presseportal.swr.de. Fotos unter
ARD-foto.de. Pressekontakt: Johanna Leinemann, Tel.: 07221 929-22285,
johanna.leinemann(at)swr.de