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"Hier stehe ich, ich kann nicht anders!" Dieses Symbol einer
mutigen Haltung können sich auch heute viele Menschen vor Augen
halten, wünscht sich EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann.
Der verbreiteten Haltung, man könne ja doch nichts ändern, setzte
Käßmann entgegen: "Menschen wie du und ich können etwas tun, um die
Welt zu verändern." Im ZDF-Fernsehgottesdienst berichteten einige
Menschen von ihren kleinen, aber wirkungsvollen Schritten: ein
Rentner-Zahnarztpaar, das mit einem "Zahnmobil" Obdachlose behandelt,
ein Mann, der ehrenamtlich ein großes christliches Musicalprojekt auf
die Beine gestellt hat, und eine Frau, die in ihrem Dorf selbstlos
Kinder betreut.
Im heutigen ZDF-Fernsehgottesdienst, der aus Wittenberg übertragen
wurde, unterstrich sie, dass der Glaube "Ermutigung für Diesseits"
sei und "radikale Hoffnung schenke, die es wagt, auch über
Enttäuschungen hinweg gegen die Gegebenheiten der Welt anzudenken".
Als Beispiel für diese Haltung nannte Käßmann Martin Luther. Vor
dem Reichstag und dem damaligen Kaiser Karl V. habe der Reformator im
Jahr 1521 Rückgrat bewiesen. Luther habe sich von seinem Gewissen und
vom Wort Gottes leiten lassen. Seine Haltung wird heute mit dem Satz
"Hier stehe ich, ich kann nicht anders" beschrieben. Evangelische
Christen würden aus derselben Kraft des Glaubens leben und handeln,
sagte Käßmann.
Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die mutigen Menschen, die
1914 dem Kriegstaumel zu Beginn des Ersten Weltkriegs widerstanden
sowie an diejenigen, die sich während der nationalsozialistischen
Herrschaft "für Juden, Homosexuelle, Kommunisten und Roma"
einsetzten. Außerdem erwähnte Käßmann die Frauen und Männer, die vor
25 Jahren "in der DDR für freie Rede eingetreten sind, Gerechtigkeit,
Frieden und die Bewahrung der Schöpfung auf die Tagesordnung gesetzt
haben".
Hannover, 30. Mai 2014
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der EKD Sven Waske
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