(ots) - Der geplante Besuch des türkischen
Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am kommenden Samstag in der
Lanxess-Arena stößt auf massive Kritik. Die Kölner Polizei bereitet
sich nach Angaben einer Behördensprecherin auf einen Großeinsatz vor,
berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe). Mehr als
zehntausend Gegendemonstranten hätten sich bereits angemeldet. Die
womöglich größte Veranstaltung in Köln organisiert die Alevitische
Gemeinde Deutschland e.V.. Unter dem Motto "Wir sagen Nein zu
Erdogan" wollen die Teilnehmer am kommenden Samstag vom Ebertplatz
durch die Innenstadt zum Dom ziehen und dort eine Abschlusskundgebung
abhalten.
In der Politik herrscht parteiübergreifend Einigkeit darüber, dass
Erdogan seine Visite auf Einladung der Union Europäisch-Türkischen
Demokraten (UETD) absagen soll. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters
spricht sich vor dem Hintergrund der Grubenkatastrophe in ungewohnter
Deutlichkeit gegen den Auftritt Erdogans aus. "Für mich als
verantwortungsbewusster Politiker wäre die Entscheidung angesichts
der dramatischen und noch zu klärenden Ereignisse mit so vielen Toten
klar: Es gibt jetzt Wichtigeres als reine Wahlkampftermine im Ausland
wahrzunehmen", sagt Roters.
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