(ots) - Die nordrhein-westfälischen Grünen haben vor dem für
nächsten Samstag (24. Mai) geplanten Auftritt des türkischen
Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln konkrete
Erwartungen. NRW-Grünen Chef Sven Lehmann sagte dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe): "Wenn Herr Erdogan nach Köln
kommt, muss er sich zu dem Grubenunglück in der Türkei erklären."
Nach dem Unglück mit mindestens 284 Toten ist es in der Türkei zu
gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und
Sicherheitskräften gekommen. Auch Erdogan selbst ist ins Visier der
Kritiker geraten, viele fordern den Rücktritt seiner Regierung.
Kritisch äußerte sich Lehmann im "Kölner Stadt-Anzeiger" auch zum
Abbau demokratischer Rechte in der Türkei. "Viele Deutsch-Türken
erwarten eine Erklärung, warum in der Türkei immer weiter
Freiheitsrechte eingeschränkt werden. Die Sperrung von Twitter ist
für einen demokratischen Staat nicht akzeptabel." Lehmann ging mit
seinen Äußerungen nicht so weit wie NRW-Integrationsminister Guntram
Schneider. Der Sozialdemokrat hatte Erdogan die Absage seines Besuchs
nahegelegt.
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