(ots) - "So vielfältig das Familienleben ist, so vielfältig
müssen die familienunterstützenden Angebote sein. Betreuungsangebote
und Ganztagsschulen sind genauso wichtig wie finanzielle Hilfen und
eine gerechte Berücksichtigung der verschiedenen Lebenssituationen,
gerade auch der häuslichen Betreuung und Erziehung." Das erklärte der
Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, Thomas Dörflinger,
anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai.
"Familien brauchen heute Freiräume, um miteinander Zeit verbringen
zu können. Sie brauchen eine finanzielle Verlässlichkeit und
vielfältige Unterstützung", fügte er hinzu. "Deshalb ist bei der
Evaluation der familienpolitischen Leistungen zu prüfen, inwieweit im
Sinne der Wahlfreiheit statt des als Lohnersatzleistung
ausgestalteten Elterngeldes wieder ein Entgelt für Familienarbeit im
Sinne des vorherigen Bundeserziehungsgeldes zu favorisieren ist."
Für das Kolpingwerk seien Erwerbsarbeit, Familienarbeit und
ehrenamtliche Arbeit grundsätzlich gleichwertig. "Dass Familien
heutzutage immer stärker den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht
werden müssen, darf nicht im Ergebnis dazu führen, dass auch noch die
Familienpolitik den Anforderungen des Arbeitsmarktes unterstellt
wird", betonte Dörflinger. Das Kolpingwerk wende sich gegen die
zunehmende Ökonomisierung der Familienpolitik. Es gehe nicht darum,
die Familien den Interessen der Wirtschaft unterzuordnen, sondern die
Arbeitsbedingungen den Belangen von Familien. Dörflinger: "Es geht
darum, Frei- und Zeiträume für das gemeinsame Leben von Eltern und
Kindern zu ermöglichen. Es geht darum, die Stabilität der Beziehungen
zu stärken. Und es geht schließlich darum, das Familienleben als
Kraftquelle und Keimzelle der Gesellschaft zu erhalten."
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