(ots) - Drei Orte, drei Mal Willkür und Gewalt - Hamburg,
Plauen, Demmin: Eine Demonstration wird ohne Grund aufgehalten und
zerschlagen, Polizeieinheiten stürmen eine Kirche, um an eine
Handvoll Personalien zu kommen, ein Sitzblockierer wird von der
Polizei schwer verletzt. »Ihr seid nur gut bezahlte Hooligans!«
Dieser Demospruch in Richtung Polizei ist keine willkürliche
Beleidigung der Schwer-Gepanzert-Uniformierten. Es ist Erfahrung - am
eigenen Leib, als Augenzeuge, aus Erzählungen von Betroffenen. Was
folgt in aller Regel? Richtig! Innenminister, Polizeigewerkschafter,
konservative Politiker und lediglich Polizeimitteilungen
abschreibende Medien warnen vor »zunehmender linksextremer Gewalt«.
Logisch - diejenigen, die auf's Maul kriegen, weil sie sich
erdreisten, es aufzumachen, sind dann auch die Gewalttäter. Müssen
sie sein. Denn es geht nicht nur um die Kriminalisierung von
Protesten, sondern schlicht auch um Geld. Denn wo kein gewalttätiger
Feind ist, da geht der Geldbeutel mit den Steuermillionen schwerer
auf. Mit selbstinszenierter Gewalt hingegen und mit offensichtlicher
Umkehrung von Tätern und Opfern sprudeln die Gelder für Ausrüstung,
Technik und Wasserwerfer, mit denen die »Riot Cops« der
Länderpolizeien hochgerüstet werden. Dieses Prinzip funktioniert
bereits seit Jahrzehnten und wird es auch weiterhin - den gut
bezahlten Hooligans mit ihren neuen Wasserkanonen sei Dank.
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