(ots) - Der vom Bundeskabinett beschlossene gesetzliche
Mindestlohn von 8,50 EUR pro Stunde liegt deutlich niedriger als das,
was die weit überwiegende Mehrheit der Bürger als Lohn-Untergrenze
sieht:
- Rund 3 von 4 der insgesamt 1.500 Befragten (73 Prozent) äußern
Mindestlohn-Vorstellungen von mehr als 8,50 EUR pro Stunde. Nur
jeder Fünfte (20%) nennt einen Stundensatz bis 8,50 EUR.
- Der Mindestlohn sollten aus Sicht der Bevölkerung im
Durchschnitt aller 1.500 Befragten bei 10,73 EUR liegen - am
höchsten unter den Anhängern der LINKE, der CDU/CSU, und unter
Befragten im Süden der Republik, am niedrigsten unter den
Anhängern der GRÜNEN, unter jenen, die keiner Partei nahe
stehen, und in den Ost-Bundesländern, durchgängig jedoch
deutlich höher als der jetzt beschlossene gesetzliche
Mindestsatz.
Als deutliches Signal in Richtung mehr soziale Sicherheit und
Gerechtigkeit dürfte der Regierungsbeschluss vor diesem Hintergrund
kaum "ankommen". Nur 44 Prozent der insgesamt 1.004 Befragten
beurteilen die Aussichten auf mehr wirtschaftlich-soziale
Gerechtigkeit unter der Großen Koalition als gut, 47 Prozent
beurteilen sie als schlecht: Ein Feedback vom Februar 2014, als der
Beschluss zum Mindestlohn in Höhe von 8,50 EUR schon eingeläutet war.
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