(ots) - Die Förderung der Braunkohle in Deutschland zieht
enorme finanzielle Folgen für die Gesellschaft nach sich. Ein
Gutachten des Forums ökologisch-soziale Markwirtschaft (FÖS) im
Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace stellt dies nun klar. Das
Papier soll an diesem Freitag veröffentlicht werden, berichtet die
Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe). Dem »nd« lag die
Studie schon vorher vor. Das Blatt schreibt, die Folgekosten der
Tagebaue insgesamt zu beziffern oder wenigstens abzuschätzen, habe
sich das FÖS zwar nicht in der Lage gesehen. Das Gutachten nenne aber
einzelne Kostenpunkte in Millionen- und Milliardenhöhe, so
Gesundheitskosten in Höhe von 2,3 bis 6,4 Milliarden Euro jährlich.
Finanzielle Risiken ergeben sich demnach beispielsweise durch
Krankheiten infolge von Umsiedlungen, Feinstaub und Lärmbelästigung.
»Die Studie zeigt, dass bei aktuellen und bei geplanten Tagebauen
unkalkulierbare Risiken bestehen«, zitiert "nd" die
Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. "Der Steuerzahler muss
damit rechnen, über Jahrzehnte hinweg zur Kasse gebeten zu werden",
sagte Peters. Dies allein müsste ihrer Ansicht nach für die Politik
Grund genug sein, neue Tagebaue nicht zuzulassen.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715