WAZ: Rezepte gegenÄrztemangel. Kommentar von Julia Emmrich
(ots) - Es klingt paradox: Die Zahl der Ärzte steigt,
gleichzeitig schrillen die Alarmglocken. Die Branche warnt vor
Ärztemangel und Unterversorgung, Patienten klagen über lange
Wartezeiten. Ein Widerspruch aber ist das nicht. Tatsächlich gibt es
immer mehr Ärztinnen und Ärzte, doch gleichzeitig steigt auch die
Teilzeitquote. Mehr Ärzte - das bedeutet nicht zwangsläufig mehr
Versorgung. Überdies gehen die Zeiten, in denen Selbstausbeutung zum
Berufsethos gehörte, zu Ende. Der Berufsstand wird weiblicher, die
neue Medizinergeneration will Familie und Beruf vereinbaren und wirbt
für ein neues Arztbild: Wir sind für unsere Patienten da, aber nicht
rund um die Uhr. Hinzu kommt das wachsende Versorgungsgefälle
zwischen gut ausgestatteten Ballungszentren und Mangelregionen auf
dem Land. Auch gegen die anschwellende Ruhestandswelle bei den
niedergelassenen Ärzten gibt es noch kein flächendeckendes
Erfolgsrezept - aber immerhin viele regionale Modelle, bei denen etwa
künftige Landärzte mit günstigen Bedingungen gelockt werden. Not
macht erfinderisch.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.04.2014 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1047076
Anzahl Zeichen: 1338
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Rezepte gegenÄrztemangel. Kommentar von Julia Emmrich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...